Zum Gedenken
Auf Anregung seiner Mitglieder und vieler seiner Förderer lud der Arbeitskreis 8. Mai am 26. April 2025 zu einer Busfahrt von Berlin in das östliche Brandenburg ein. Gekommen waren mehr als 100 Personen, die nicht nur großes Interesse für das Geschehen am Ende des Zweiten Weltkrieges zwischen den Seelower Höhen und Berlin zeigten. Ihr besonderer Wunsch war es, den Soldaten der Roten Armee und insbesondere jenen, die für die Befreiung Deutschlands vom Hitlerfaschismus ihr Leben opferten, zu gedenken und an ihren Gräbern Blumen niederzulegen.
Anknüpfend an unsere Publikation „Auf dem Weg nach Berlin: Kriegstagebücher der Roten Armee berichten: Tagesetappe Rehfelde, Werder, Zinndorf“, erschienen 2021, die mehrere Teilnehmer in Vorbereitung der Fahrt noch einmal gelesen hatten, waren wir gebeten worden, auf konkrete Fragen zu den militärischen Ereignissen und zum Verhältnis zwischen den Rotarmisten und der örtlichen Bevölkerung zu antworten. Besondere Beachtung fand unser Kurzvortrag über die Entstehung der Friedhöfe der Sowjetsoldaten, der heutigen Gedenkstätten. Als Ort dafür wählten wir das Gelände der alten Ziegelei in Lichtenow, auf dem sich ab Ende April 1945 eine Erstbegräbnisstelle für Rotarmisten befand. Ende Mai/Anfang Juni 1945 wurde sie aufgelöst, nachdem die Toten auf eine nahegelegene Gedenkstätte umgebettet worden waren.
Wie wohltuend war es doch, überall an den Gedenkstätten Menschen anzutreffen, die nicht erst den 8. Mai abwarteten, um durch das Niederlegen von Blumen ihren tiefen Gefühlen der Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen.
Dr. Erika und Gerhard Schwarz
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