Zinndorf in Dokumenten

24.​06.​2025

2025 – Aus Anlass des 650. Jahrestages der urkundlichen Ersterwähnung Zinndorfs erarbeiteten Dr. Erika und Gerhard Schwarz ein recht umfangreiche Edition zur Geschichte des Ortes unter dem Titel „Zinndorf. Eine tausendjährige Geschichte in Dokumenten“. 

Die Vorstellung des Buches mit seinen 320 Seiten und 156 Abbildungen fand am 21. Mai 2025 statt (vgl. auch Märkische Oderzeitung vom 3. Juni 2025). 

Zu beziehen ist die Publikation gegenwärtig im Buchhandel und bei der Geschichtswerkstatt Rehfelde e.V. 

ISBN 978-3-95565-716-1

 

Zinndorf, ein kleiner Ort im Brandenburgischen auf dem Barnim, 1375 erstmals in einer Urkunde erwähnt, hat eine tausendjährige Geschichte. Sie ähnelt der anderer Dörfer in der Mark. Unsägliche Ausbeutung der Untertanen, verheerende Kriege und Naturkatastrophen, unterbrochen von mehr oder weniger sorgenfreien Jahren, bestimmten das Leben der Menschen in dem landwirtschaftlich geprägten Dorf. Erika und Gerhard Schwarz sichteten in Bundes-, Landes-, Kreis- und Familienarchiven unzählige historische Dokumente, denen bisher keine oder nur geringe Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Ihrer Bedeutung entsprechend stehen sie im Mittelpunkt der Darstellung der geschichtlichen Abläufe und des Daseins der Menschen im Dorf. Ob Schrift- oder Bilddokument, bereits ihr Äußeres stellt Fragen, macht neugierig. Ihr Inhalt führt zu Plänen des Preußenkönigs Friedrich II., auf der Zinndorfer Gemarkung eine weitere Siedlung zu errichten, zu Ereignissen um den Bau der Chaussee von Berlin nach Frankfurt (Oder), die über Zinndorfer Gebiet verläuft, zum Lehnschulzengut und seinen Eigentümern oder zu den Entwicklungsetappen der Liebenberger Mühle, die 400 Jahre lang zu Zinndorf gehörte. Berichtet wird über konkrete Begebenheiten und die Opfer unter den Einwohnern des Ortes während der häufigen Kriege, die Zinndorf unmittelbar berührten. Nicht zuletzt offenbart der Band das Schicksal von Einzelpersonen mit engen Verbindungen zum Dorf, ob Bauer, Pfarrer, Lehrer oder auch Probst von Berlin. Ein gesonderter Abschnitt richtet den Blick auf den in Zinndorf geborenen Carl August Friedrich Zimmermann, der zu einem anerkannten Violinvirtuosen im deutschen und europäischen Musikleben des 19. Jahrhunderts avancierte.

Die hier gezeigten überlieferten Dokumente können Ortschronisten und Heimatforscher anregen, die Geschichte ihrer Dörfer und Städte auf diese besondere Art und Weise darzubieten.

 

Die Autoren

 

Bild zur Meldung: Zinndorf in Dokumenten