Noch einmal zur Übergabe Ehrenamtspreise 2025
Als quasi „Mitbetroffene“ möchte ich mich hier zu Wort melden. Auch nach 1x drüber schlafen und auf nüchternen Magen wird mein ungutes Gefühl nicht besser und ich wünsche mir, dass in Anbetracht der Bedeutung der Ehrenamtsarbeit, es zukünftig Geehrten nicht auch so ergeht.
Nehmen wir einmal an, alle unsere Ehrenamtler würden auf einmal „hinschmeißen“! Was wäre in Rehfelde noch los???
Von der Arbeit unserer Ehrenamtler hängt sehr sehr viel ab, denken wir an Feuerwehr (!), Sport (!), Betreuung älterer Menschen, Kinder; Kulturangebote (u.a. Chor, Cafè), Informationsdienste … bis hin zu Ordnung und Sauberkeit in der Gemeinde verbunden mit Arbeit für den Klimaschutz (Wildblume, Angler) usw. Dafür möchte man doch nicht eingeklemmt im privaten Hausflur oder vor dem Gartentor „geehrt“ werden!
Wir arbeiten nicht in der Hinterstube für uns, sondern wir möchten Aufmerksamkeit für das Problem und Außenwirkung auf die Gemeinde, um Mitstreiter zu finden, die uns unter-stützen und sich vielleicht auch gern beteiligen wollen. Im Interesse der Gemeinschaft und weil wir das Gefühl haben, die Gemeinde kann es brauchen. Dabei ist solche private Übergabe einer Ehrung in meinen Augen unangemessen.
Und solche „Überraschungen“ liebe ich persönlich gar nicht. Ich finde, man sollte die „zu Überraschenden“ ganz unaufgeregt ruhig vorher fragen, wie sie zu Öffentlichkeit stehen. Wer anderer Meinung ist, ganz klar, kein Problem, kann es anders bekommen, dafür sind wir eine pluralistische Gesellschaft.
Es geht mir nicht um eine große öffentliche Show, aber ein kleiner passender Rahmen, wo man nicht in Jogginghose und Freizeitpullover vor den Auszeichnenden steht, wäre mir nicht so peinlich gewesen, wie das am Sonntagvormittag mein Gefühl war. Eine gewisse „Übergabekultur“ sollte für unsere viele Arbeit doch wohl drin sein. Und dann muss sich nicht die von mir sehr geschätzte Ute Moriben entschuldigen, die davon nichts wusste und damit auch nicht einverstanden gewesen war.
Angelika Wolter
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