USA- Aggression gegen Venezuela

04.​01.​2026

Kaum hat das neue Jahr begonnen, greift die USA den anerkannten und souveränen Staat Venezuela an, nimmt deren Präsidenten in Haft und will ihm einen Prozess machen. 

 

Ich hatte mich 2022 einen Tag nach dem Angriff Russland auf die Ukraine öffentlich bekannt, dass es damals ein Bruch des internationalen Völkerrechts war. Heute sage ich, einen Tag nach dem amerikanischen Angriff auf Venezuela,  abermals in aller Deutlichkeit, das es sich auch hier um eine Verletzung des Völkerrechts handelt. 

 

Seitens unserer Regierung und der EU  fehlen bisher klare Aussagen zur Verletzung des Völkerrechts durch die USA. Es zeigt sich erneut die politische Doppelmoral. Auf der eine Seite den Krieg in der Ukraine weiter anheizen, Russland zum Feind erklären, den Krieg mit Russland herauf beschwören und auf der anderen Seite keine Verurteilung des Agierens der USA. Keine Positionierung  bedeutet in diesem Fall eine Tolerierung des militärischen Vorgehens der USA.  

 

Beide militärischen Angriffe auf die Ukraine und auf Venezuela sind aus meiner Sicht zu verurteilen und beide Konflikte müssen diplomatisch gelöst werden. 

 

Aber man sollte auch die Frage aufwerfen und beantworten, was waren die Ursachen der beiden Konflikte und was sind die Zielstellungen der Angreifer. Und hier unterscheiden sich beide Fälle beträchtlich. 

Russland will  dem weiteren Fortschreiten der NATO in Richtung Russland unter Einbindung der Ukraine aus Sicherheitsinteressen Einhalt gebieten und der russisch stämmigen Bevölkerung der Ukraine Schutz bieten. 

Die USA behauptet sie wollen die USA vor dem Drogenhandel schützen und ihre Ansprüche auf die Erdölvorkommen von Venezuela geltend machen. Hier geht es eben nicht um den Schutz der eigenen territorialen Sicherheit sondern vor allem um den Anspruch auf politische Machtausübung und die Sicherung des Zuganges zu Rohstoffen. Der Angriff auf Venezuela zeigt erneut das aggressive, imperialistische Vorgehen des amerikanischen Industrie- und Finanzkapitals. Nicht nur Venezuela sondern ganz Lateinamerika, aber auch Canada und Grönland, sollen sich den amerikanischen Interessen unterordnen. Aus dieser Sichtweise sind weitere internationale Konflikte und Kriege vorprogrammiert. 

 

Die UN-Charta wird immer mehr mit Füßen getreten und verkommt zu einem nutzlosen Papier. Die Welt ist auf dem Weg in endlose kriegerische Auseinandersetzungen mit unabsehbaren Folgen für die ganze Menschheit. 

 

Das Gebot der Stunde kann nur der Kampf um Frieden heißen. Die Völker dieser Welt müssen ihre Regierungen zwingen, Kriege zu beenden und auf diplomatischen Wegen den Frieden weltweit herzustellen. Denn ohne Frieden ist Alles nichts.

 

Carsten Kopprasch 

05.01.2026

 

Bild zur Meldung: USA- Aggression gegen Venezuela