Meinung zum BSW-Landesparteitag

01.​06.​2026

Am 31.05.2026 fand in Cottbus ein Landesparteitag des BSW-Brandenburg statt, an dem 180 Parteimitglieder teilnahmen. Es ging  vordergründig um die Neuwahl des Landesvorstandes und um Diskussionen zur weiteren Strukturentwicklung. Zur politischen Ausrichtung wurde hingegen wenig diskutiert, da hier auch weitgehend Einigkeit in der Partei auf allen Ebenen besteht. 

Im Vorfeld des Parteitages haben sich die Kreisverbände und der bisherige Landesvorstand verständigt und vielfältige Vorschläge eingebracht. Aus einigen Kreisverbänden gab es  Kritik an der Arbeit des bisherigen Landesvorstandes und Vorschläge für einen personellen Neuanfang. 

 

Auf dem Parteitag kam es dann zu einigen Kampfabstimmungen. Im Ergebnis des Parteitages wurde Friederike Benda als alleinige Parteivorsitzende mit einem Ergebnis von 76,8 % wiedergewählt. Zu ihren 3 Stellvertretern wurden Andreas Kutsche (Stadt Brandenburg), Christian Lütgerath (Prignitz) und Dirk Drabinski (Märkisch Oderland). Neuer Landesgeschäftsführer wurde Manuel Lipke ( Uckermark). Niels-Olaf Lüders aus Strausberg (Fraktionsvorsitzender im Landtag und ehemaliger Stellvertretender Vorsitzende) trat nicht mehr für die Neuwahl an. Mit Dirk Drabinski (MOL-Regionalbereich Oderbruch) ist der Kreisverband MOL aber weiterhin gut im Landesvorstand vertreten. 

 

Fazit und Hoffnung ist, dass nunmehr die Strukturentwicklung weiter voran schreitet und das BSW wieder mehr öffentliche Zustimmung gewinnt. Die Fortsetzung interner Auseinandersetzungen, das Ausspielen persönlicher Befindlichkeiten und Egozentren  würde jedoch mehr als kontraproduktiv sein.

 

Die Medien reagierten auf den Parteitag, wie so oft in der Vergangenheit, mit einem Abgesang auf das BSW. Die inhaltliche Geschlossenheit wurde nicht thematisiert, dafür aber wurde über Rebellen, Enttäuschte und mögliche Parteiaustritte orakelt.  Diese Berichterstattung folgt einem Muster der letzten 18 Monate, das besagt, wir brauchen keine liberal linke Friedenspartei in Deutschland und deswegen gilt es das BSW auszugrenzen, totzuschweigen oder mieszumachen. 

 

Ich habe jedoch die Hoffnung, dass sich das BSW aufgrund der klaren politischen Aussagen erhalten und durchsetzen kann.

 

Carsten Kopprasch 

 

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