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Gefahr durch Atome

14. 08. 2022

In der Welt ist die Angst vor einem Atomkrieg gestiegen. Noch nie standen wir seit dem angeblichen Ende des „Kalten Krieges“ vor einer solchen Katastrophe, denn schon der kleinste Fehler, ein Missverständnis oder eine Fehlkalkulation eines einzelnen Menschen könnte diese auslösen. Der Generalsekretär der UNO, Guterres, sagte bei der Zeremonie zum 77 Jahrestag im Friedenspark Hiroshimas: „Ein Dreivierteljahrhundert später müssen wir fragen, was wir von der Pilzwolke gelernt haben, die 1945 über dieser Stadt aufstieg. Atomwaffen garantierten keine Sicherheit, sondern bringen nur Tod und Zerstörung.“

Im Internet steht dazu: „Die von Truman befohlenen US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. August und 9. August 1945 waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt ca. 100.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den nächsten Jahren kamen etliche hinzu. Weltweit wurden Hiroshima und Nagasaki zu Symbolen für die Schrecken des Krieges und vor allem eines möglichen Atomkrieges zu Zeiten des Kalten Krieges.“

Diese einmalige, verbrecherische, durch nichts zu rechtfertigende Machtdemonstration der USA am Ende des 2. Weltkrieges mahnt die ganze Welt, hat aber die Welt nicht zur Vernunft gebracht. 13.000 Atomwaffen lagern weltweit davon 90 Prozent in den USA und Russland, bereit, die Erde auszulöschen. US-Atombomben werden auch in Deutschland deponiert und zwar auf dem Fliegerhorst Büchel in der rheinland-pfälzischen Eifel. Im Ernstfall sollen sie durch Kampfjets der Bundeswehr zum Einsatz kommen. Zu hinterfragen wäre hier, ob diese Form der nuklearen Teilhabe Deutschlands mit dem Vertrag über Nichtweiterverbreitung von Nuklearwaffen (NVV) in Übereinstimmung steht. Am 5. März 1970 in Kraft getreten könnte der Vertrag ein wichtiges Instrument zur Verringerung der Gefahr eines atomaren Krieges sein. Ihm gehören immerhin 188 Staaten an. Nichtmitglieder sind Indien und Pakistan, die sich 1998 nach erfolgreichen eigenen Atomwaffenversuchen offiziell zu Nuklearwaffenstaaten erklärten. Es wird geschätzt, dass beide jeweils über 40 bis 50 nukleare Sprengsätze verfügen. In Israel, das den Besitz von Atomwaffen offiziell bestreitet, gehören seit den 1970er Jahren, Atomwaffen zur militärischen Bewaffnung der Armee. Ihre Zahl wird auf etwa 200 geschätzt. Nordkorea ist Anfang 2003 aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgetreten und behauptet Kernwaffen zu besitzen.

Alle fünf Jahre steht der Vertrag auf dem Prüfstand. Vertreter der 188 Mitgliedsländer treffen sich in New York, um Bilanz zu ziehen und weitergehende Vereinbarungen zu treffen. Das Scheitern der 7. Überprüfungskonferenz im Mai dieses Jahres und das Nichtzustandekommen eines Abschlussdokuments zeigen das gegenwärtig hohe Maß der Spannungen in der Welt. Sie schwächen nicht nur die vertraglichen Vereinbarungen, sondern errichten starke Hindernisse bei der Umsetzung der in ihm festgelegten Ziele.

Doch es ist nicht nur die Anwendung nuklearer Waffen, die eine atomare Verseuchung ganzer Regionen und die Vernichtung ganzer Völkerschaften zur Folge haben können. Die jüngsten Artillerieangriffe auf das AKW Saporischschja, das größte AKW Europas, verdeutlicht, wie schnell aus militärischen Auseinandersetzungen ein Weltbrand entstehen kann – hier ein nuklearer, der auch Europa überziehen kann. Hoffen wir, dass im UNO-Sicherheitsrat eine Übereinstimmung zur Verhinderung einer nuklearen Katastrophe erzielt wird.

Schluss mit dem Nukleartourismus, Schluss mit dem Krieg in der Ukraine und den Kriegen in der Welt.

 

Ihr Re (h) Auge

 

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