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Licht und Schatten

01.​10.​2025

Am Feiertag, dem 03. Oktober, begehen Menschen an ungezählten Orten den Tag der Deutschen Einheit. So in Strausberg mit einem Fest sowie der Schau im Stadion. In Zinndorf, unserem Ortsteil von Rehfelde, trifft man sich an drei Tagen, vom 3. bis 5. Oktober zum großen Fest anlässlich der 650 Jahre der Ersterwähnung in der über tausendjährigen Geschichte des Ortes sowie der über 21 Jahre Zusammenarbeit und Freundschaft mit Bürgern aus Zwierzyn. In der Festveranstaltung zu diesem Höhepunkt wurde ein lebendiger Rückblick auf diese Zeit geworfen und dabei viel Licht und Schatten des Lebens im Dorf skizziert. Gefühlt eine typische Geschichte der Dörfer in unserer Region, eingebettet in die Geschichte unseres Landes. Neben guten Fortschritten auch viele Probleme, die nur in Zusammenarbeit und durch eine pragmatische, sach- und lösungsorientierte Politik geklärt werden könnten. So in Zinndorf, Rehfelde, dem Amtsbereich Märkische Schweiz, wie auch im Landkreis, in Brandenburg und Berlin stellvertretend für die Bundesrepublik.

Laut Umfragen, die nicht immer treffend oder stimmig sind, ist das Vertrauen der Deutschen in die Handlungsfähigkeit des Staates auf einem Tiefpunkt. 73 Prozent halten den Staat mit Blick auf die zahlreichen Baustellen des Landes für überfordert, wie aus einer Enquête im Auftrag des Deutschen Beamtenbundes (dbb) hervorgeht. Nur noch 23 Prozent sehen den Staat in der Lage, seine Aufgaben zu erfüllen. 2020 waren das noch 56 Prozent.

Unsere Wirtschaft leidet, weil politische Fehlentscheidungen getroffen wurden und gegenwärtig keine Korrektur zu erkennen ist. Die angekündigte „Wirtschaftswende“ ist nicht spürbar. Kanzler Merz nennt den Sozialstaat als „nicht mehr finanzierbar“. Das Problem liegt aber nicht in den Finanzen, sondern im Umgang mit dem Geld, mit den Milliarden. Die Hoffnung vom Sondervermögen etwas abzubekommen ist groß, aber schon die ersten Festlegungen und Diskussionen dazu lassen uns zweifeln auch für Rehfelde etwas abzubekommen. Die Adressaten der Geldkanäle sind Andere.

Das Bauen wird immer teurer: „Zwischen 2021 und 2024 sind die Baupreise für Instandhaltungsarbeiten um 37 Prozent und die Baupreise für Neubau um 33 Prozent gestiegen, teilt David Eberhart, Sprecher des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU), mit. In Rehfelde sieht man die brachliegenden Flächen der „alten Gärtnerei“, am „Mühlenfließ“ und neben REWE sowie in Zinndorf die Fläche des ehemaligen LPG-Gebäudes.

Die dringend benötigte Turnhalle, der Ausbau der Straßen, insbesondere die Schulwegsicherung bedürfen dringender Zuwendungen für unsere Kommune.

Tatsache ist aber, dass die Zuführungen in den Haushalt statt zu steigen, weiter gesenkt werden. Im Vergleich mit 2025 erhalten wir 2026 wahrscheinlich über 400.000 € weniger an Zuwendungen. Als Steuerzahler frage ich mich schon lange, wo soll das alles noch hinführen? Uns werden von der Regierung leere Kassen gepredigt. Die Schuldenaufnahme in Milliardenhöhe sollen die Bürger durch Mehrarbeit, geringere Löhne, Einsparungen im Gesundheits- und Pflegebereich sowie in der Bildung begleichen. Anstelle Offenheit walten zu lassen wird das berüchtigte Wörtchen „Reformen“ bemüht. So ist nicht nur für unsere Kommune ein Bankrott fast vorprogrammiert. Erste Stufe ist wohl die Haushaltsicherung mit Reduzierung der sogenannten freiwilligen Aufgaben auf 3% des Haushaltes. 

Wann handelt die Politik endlich im Interesse der Bürger?

Auf Kosten des ukrainischen und deutschen Volkes wird ein Kampf um Profit, um Rohstoffe und Einfluss ausgetragen. Unsere Politik sollte zum Geist von Helsinki, den Abrüstungsverträgen der 1980er und dem Ende des Kalten Krieges zurückkehren. Es ist an der Zeit, dass sich unsere Politiker zuerst um unser Land kümmern. 

So manches Mal fällt mir Heinrich Heine ein, der 1844 schrieb: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“. 

Trotzdem allen einen schönen Feiertag und gute Erlebnisse bei den Events.

 

Ihr Re (h) Auge

 

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Spruch der Woche

Spruch der Woche

„Alles, was man tun muss, ist, die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.“

(Johann Sebastian Bach)

 

DENKANSTOSS

 

„Man muss überarbeitet wirken, um ernstgenommen zu werden“

(Karl Otto Pohl, 1912-2014)

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