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Weihnachten 2025

30.​11.​2025

Heute ist der 1. Advent. Weihnachten, das Fest des Friedens, der Familie und der Kinder, steht vor der Tür. Gern würde ich nur über die schönen Seiten unseres Daseins schreiben. Die Weihnachtsmärkte sind mit mehr Sicherheitsvorkehrungen eröffnet, es duftet nach Glühwein und Weihnachtsstollen, die Heimlichkeiten und die vorweihnachtlichen Freuden nehmen zu. Der Glücksatlas zeigt, dass immer mehr Deutsche, auch wir hier im Osten, mit ihrem Leben zufriedener sind. Es wäre großartig, wenn laut Aussagen nicht gleichzeitig die Politik die Menschen wütender machen würde, denn die Sorgen und Meinungen der Bürger werden meist ignoriert.

Was im Supermarkt über das Band läuft, wird von Woche zu Woche immer teurer, denn die Kosten in den Branchen ufern weiter aus. Auch Handelsexperten gehen von einem weiteren Preisanstieg aus, so dass das Realeinkommen weiter sinkt und Bürger mit einem kleinen Geldbeutel sich immer weniger leisten können, weil das Geld fehlt. Die Armut besonders auch bei Kindern nimmt stetig zu.

Zunehmende Forderungen von Politikern, die Sozialsysteme herunterzufahren, müssen verunsichern. Doch gleichzeitig steigen die Ausgaben für andere Ziele. Die Wirtschaftsministerin erklärt in Kiew, alles zu tun, dass die Ukraine gut über diesen Winter kommt. Ergebnis: weitere Milliarden werden zur Kriegsführung und Aufrüstung eingesetzt. So sieht auch der Haushaltsentwurf 2026 aus. Bei einem Gesamtvolumen von 524,5 Mrd. werden insgesamt mehr als 170 Mrd. Schulden gemacht. Allein für die Aufrüstung werden unabhängig vom sogenannten Sondervermögen über 82 Mrd. eingeplant und weitere 11,5 Mrd. für die Ukraine bereitgestellt.

Vor dreißig Jahren hat niemand geglaubt, dass sich der Kalte Krieg noch einmal wiederholen würde. Er geht heute sogar in eine neue Phase und wir werden zunehmend hineingezogen. Vorerst bezahlen wir diesen Wahnsinn noch in Milliarden von Euro. Wir können nur hoffen, dass es nicht noch andere Münzen werden. Denkt jemand an unsere Kinder und Enkel? Bündnistreue darf nicht in Selbstmord enden und ein Verzicht auf einen Nato-Beitritt der Ukraine wäre angesichts der riesigen Verluste und Zerstörungen ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur Schaffung eines globalen Systems der Sicherheit.

Wie leichtfertig gehen wir mit der zarten Pflanze Frieden und damit mit unserem Leben um? Kennt die Regierung dieses Landes neben den vielen Sanktionen, dem Kriegsgeschrei und dem Rüstungswahn noch das Wort Frieden? Die Politiker brauchen nur gute Ohrenärzte. Denn immer mehr Bürger erinnern sich an den Ruf in der alten BRD „Frieden schaffen ohne Waffen“ und an die Aufforderung in der DDR „Schwerter zu Pflugscharen“ 

Einen anderen Aspekt nennt Sahra Wagenknecht (BSW) und hat damit Recht. Mit sehr guten Gründen nennt sie es ein Armutszeugnis für das Bildungssystem, dass jedes Jahr ein großes Fußballstadion mit Schülern ohne Abschluss aus den Schulen ausscheidet und trotz des bestehenden Fachkräftemangels nicht weiter ausgebildet wird. Neu ist die Erkenntnis leider nicht. Seit fast 20 Jahren hat Deutschland ein nahezu unverändertes Problem, das offenbar keiner lösen kann oder will. Schon im Jahr 2006 lag die Quote der Schulabbrecher bei sehr hohen acht Prozent. Damit entspricht diese Zahl fast genau der Quote des Schuljahres 2023/24, wo es insgesamt 62.000 junge Menschen betraf (7,8 Prozent).

Möge gerade im Blick auf Weihnachten die Vernunft und der Wille Frieden zu schaffen die Oberhand gewinnen und uns ein wunderbares Fest bescheren.

Ihr Re (h) Auge

 

 

Bild zur Meldung: Weihnachten 2025

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