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Frieden beginnt mit Denken

01.​02.​2026

Ob 1954 Guatemala, 1961 Kuba, 1964 Vietnam, 1973 Chile, 1982 El Salvador, 1989 Panama, 2001 Afghanistan, 2003 Irak, 2005 Panamakanal, 2026 Venezuela und absehbar Grönland, Iran etc. Das sind nur die markantesten Beispiele für die bereits in den 1950er-Jahren entwickelte These von der durch die USA angestrebten Weltherrschaft. Unternahmen die Vereinigten Staaten bislang besondere Anstrengungen, die Zielstellung ihrer aggressiven, das Völkerrecht verletzenden Aktionen mit erfundenen Täuschungen zu bemänteln, so machen sie nunmehr unter der Präsidentschaft Trumps keinerlei Hehl aus ihren Absichten. Die größte „Demokratie“ der Welt bedient sich schamlos verschiedener Kriege, Geheimdienstaktionen, Tod und Chaos, um ihre Interessen gegenüber Feind und Freund rücksichtslos durchzusetzen. Doch wie verhalten sich die Freunde? Kein Rückgrat und zweierlei Maß bei den Regierenden, vor allem beim deutschen Kanzler und seinem Außenminister.

Bleibt die Frage, ist das, was Russland in der Ukraine tut nicht das Gleiche? Nein! Russland benötigt keine fremden Territorien und Bodenschätze. Schon die eigenen sind nicht in Gänze zu beherrschen ganz zu schweigen von der Sicherung der 22.400 km Außengrenzen (Deutschland 3.877 km). Russland stand spätestens seit den 1990er Jahren vor der Frage, ob seine Souveränität künftig überhaupt noch gewährleistet ist. All seine Initiativen zur Verbesserung der Beziehungen zu den USA und zu Westeuropa, untermauert mit sehr weitreichenden, schmerzhaften politischen, ökonomischen und militärischen Zugeständnissen bis hin zu dem Vorschlag, das Land in die NATO aufzunehmen, konnten die andere Seite nicht von dem Ziel abbringen, Russland so zu schwächen, um sich ungehindert in den Besitz von dessen unermesslichen Naturreichtümern zu bringen. Die Doktrin dafür entwarf 1996 der US-Politiker Zbigniew Brzeziński. Er forderte die Sicherung der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten als „erste, einzige wirkliche und letzte Weltmacht auch auf dem „großen Schachbrett“ Eurasien nach dem Zerfall der Sowjetunion. Als verlängerten Arm für die Herbeiführung dieses Zerfalls bestimmte er die Ukraine, die darauf entsprechend vorbereitet werden müsste. 2022 kam Russland letztendlich zu der Überzeugung, dass ihre zahlreichen Bemühungen um Sicherheitsgarantien von den NATO-Staaten bewusst negiert wurden und der Zeitpunkt gekommen war, einem Überraschungsüberfall wie 1941 zuvorzukommen. Die Ereignisse seit 2022 lieferten Beweise zuhauf, dass die russische Führung mit ihrer damaligen Entscheidung klug gehandelt hat. Wenn bis in die Gegenwart behauptet wird, dass Putin Forderungen, wie eine Absage an einen Nato-Beitritt der Ukraine oder an die Stationierung weitreichender Raketen auf ukrainischem Territorium, auch ohne Waffengang hätte erreichen können, so sei jedem geraten, doch noch einmal in der Antwort der NATO-Staaten auf die umfassenden Initiativen Russlands von Ende 2021 nachzulesen.

Laut dpa (aus MOZ) „Die Zahl politischer Konflikte auf der Welt ist laut einer Studie so hoch wie nie. Von Januar bis September seien 1450 andauernde politische Konflikte erfasst worden, heißt es in der „Sicherheitsbilanz 2025“ des Geodaten-Anbieters Michael Bauer International in Karlsruhe. 70 neue kamen hinzu. 18 Konflikte seien beendet worden. Das Risiko steige, Eskalationen falsch einzuschätzen, erklärt Autor Nicolas Schwank, Ex-Leiter des Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung“. Wo aber bleibt die Analyse der wahren Ursachen. Ihr Verschweigen und dafür die Russen für alle Inzidente verantwortlich zu machen, spaltet die Anständigen, die Friedenswilligen, die Vernünftigen und unterbindet deren geschlossenes Handeln wider die Spirale der Aufrüstung und des Geschreis zur Kriegstüchtigkeit.

Für mich heißt das, mutig und ehrlich offen seine Sichtweise zu äußern und entsprechend zu handeln. Kriege müssen verhindert und beendet werden. Mutig finde ich, wenn junge Menschen sagen, dass sie nicht kämpfen wollen. Das sollte unterstützt werden, denn Leben ist wertvoll.

Wenn man bereits heute prophezeit, dass es 2029 einen Krieg gegen Russland geben wird, wenn Keller zu Bunkern werden, wenn das Geld der Steuerzahler in Waffen statt in Gesundheit und Bildung fließt, dann ist das ein Warnsignal für gescheiterte Klima- und Friedenspolitik.

Aufzubegehren gegen den Krieg ist die Forderung der Stunde, denn Kriege sind nichts Natürliches, sondern von Menschen gemacht, die darin eine nicht versiegende Quelle von Reichtum sehen ungeachtet der Tatsache, wie viel Menschenleben dafür geopfert werden müssen.

 

Ihr Re (h) Auge

 

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„Alles, was man tun muss, ist, die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.“

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