So wie die Stimmung und die gesellschaftliche Atmosphäre gegenwärtig ist kann es wirklich nicht weitergehen. Wachstum gibt es nicht mehr, oder es liegt unter 1%. Täglich meldet man Firmenpleiten und die drohende Insolvenz steht auf der Tagesordnung. 2025 waren das 23.000 Insolvenzen. Ohne Wachstum kann aber der Sozialstaat mit steigenden Kosten nicht erhalten bleiben. Gleichfalls führt das zu aktuell über 3 Millionen Arbeitslosen bei einer Arbeitslosenquote von 6,5%.
Dazu kommt, dass eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung verdeutlicht, dass 59 % der Tarifbeschäftigten freie Tage einer Lohnerhöhung vorziehen, bei Frauen, insbesondere mit Kindern unter 14 Jahren sind das sogar 79 Prozent. Die Zahlen der Arbeitslosen sind ebenfalls gestiegen. Deutschland braucht wieder das Bewusstsein durch Arbeit sein Leben zu finanzieren. Nur dann können wir anstehende soziale Zuspitzungen mindern oder beseitigen.
In Deutschland sind immer mehr Rentnerinnen und Rentner von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen – so viele wie noch nie seit Erhebung der Daten. Die Zahlen hatte das BSW beim Statistischen Bundesamt erfragt. Demnach stieg die Zahl seit 2022 um 328.000 oder 9,6 Prozent auf den Höchststand von 3,744 Millionen im Jahr 2024. 2023 waren es 3,626 Millionen, 2022 insgesamt 3,416 Millionen. Das entspricht einem Anteil von 21,2 Prozent der Rentner. (afp)
Die Linke warnt vor einem drastischen Anstieg der Altersarmut. Anlass ist eine Anfrage des Abgeordneten Dietmar Bartsch an die Bundesregierung. Er wollte wissen, welcher Bruttostundenlohn nötig ist, um nach 45 Jahren Vollzeitarbeit eine Rente oberhalb der Armutsrisikoschwelle von derzeit 1381 Euro zu erhalten. Laut Bundesarbeitsministerium wären dafür 19,99 Euro pro Stunde notwendig. Im April 2025 verdienten laut Statistischem Bundesamt rund 18,9 Millionen Beschäftigte weniger als 20 Euro brutto pro Stunde.
In 5 Jahren sind die Lebensmittelpreise um 40 % gestiegen. Da hilft auch nicht, dass die Butter teilweise unter 1 € angeboten wird. Die Inflationsrate, auch bei nur 2,5 %, lässt das Realeinkommen ständig sinken.
Die Politik, allen voran unsere Regierung mit dem Kanzler, müssen endlich wirkliche Lösungen anbieten und diese dann auch durchsetzen. Raus aus dem unsinnigen Gerede und dem Feststellen, was alles nicht geht. Dazu bedarf es aber, die richtigen Prioritäten zu setzen. So lange der Schwerpunkt auf der Erzielung von Höchstprofiten durch das Kapital, insbesondere durch die Produktion von Waffen, und auf Kriegsgeheul liegt, gelangen die Interessen der Menschen, die unter den oben genannten Problemen leiden, völlig ins Abseits. Und wer glaubt, durch eine sogenannte Rentenreform eine der notwendigen Lösungen gefunden zu haben, der vergisst, dass auch künftig die Gelder nicht in die Absicherung der Rentenempfänger, sondern in die Tilgung der hunderte Milliarden Schulden fließen, die für die heutige Militarisierung verschleudert werden. Schon das Wort „Reform“ allein zeigt doch die Richtung auf.
Mich macht das ratlos, da ich das Gefühl habe nichts dagegen tun zu können.
Ihr Re (h) Auge