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Droht uns weiteres Unheil?

15. 05. 2022

Kriege sind eine menschliche Katastrophe. Sie vernichten Leben und Vermögen, somit die Lebensgrundlage, gleichwohl den Wohlstand der Bürger und schaffen Armut sowie Not. Bereits in den heutigen Tagen spüren die Menschen die Auswirkungen des bewaffneten Konfliktes in der Ukraine zwischen Russland und der Ukraine, genährt durch die NATO und verschärft durch die Sanktionen des kollektiven Westens.

Da sind die rasant steigenden Preise nicht nur in Europa und der zunehmende Hunger im globalen Süden. Uns erschreckt die Gefahr, dass ohne russisches Öl und Gas die Wirtschaft zerbricht und dadurch nicht zuletzt die galoppierende Inflation die Menschen erdrückt. Vergessen wir dabei auch nicht die anderen Bereiche der Wirtschaft und des Lebens.

Schauen wir doch einmal auf unsere Landwirtschaft und die notwendigen Importe zur Versorgung der Bevölkerung. Die Region Berlin-Brandenburg kann sich theoretisch nach Angaben des Verbandes „pro agro“ nur zu 65 Prozent mit Milch, zu 45 Prozent mit Rindfleisch, zu 53 Prozent mit Schweinefleisch und zu 65 Prozent mit Eiern aus der Region versorgen. (dpa) Wir sind also von Importen abhängig.

Die Ukraine ist zum Beispiel unser größter Lieferant von Weizen bei einem Anteil an der Weltproduktion von 12%. Drei der größten Landwirtschaftsbetriebe in der Ukraine bewirtschaften gemeinsam so viele Felder und Wiesen wie alle Brandenburger Unternehmen zusammen. Die Ukraine besitzt rund 42 Millionen Hektar fruchtbares Ackerland und fällt möglicherweise als Exporteur von Lebensmitteln nahezu aus. Das spüren die Verbraucher schon jetzt etwa bei fehlendem Sonnenblumenöl in den Märkten.

Der Krieg beeinflusst vor allem auch die Rohstoffpreise, so, die sich z. B. bei Dünger innerhalb eines Jahres verdoppelten. Bei Harnstoff stiegen die Preise von 400 Euro auf 1200 Euro pro Tonne. Bei Stickstoffdünger rechnen die Brandenburger Landwirte mit Mehrkosten von rund 140 Millionen Euro im Jahr. Das bedeutet etwa eine Verdreifachung der Gesamtkosten und bedroht die Zahlungsfähigkeit der Betriebe. Doch es ist nicht allein der Krieg, der die Preise in die Höhe treibt. Die Landwirte haben derzeit mit der Trockenheit zu kämpfen. Im März fiel in Brandenburg größtenteils kein Regen und der April war mit 25 bis 35 Millimeter Niederschlag kein feuchter Monat. Durch Neuregelungen der EU-Agrarpolitik gehen den Betrieben je nach Struktur zwischen 30 und 80 Euro Erlöse pro Hektar verloren. Eine schnelle Umwidmung von Brache durch die EU, um weiteres zu Ackerland zu gewinnen, wie es Landwirtschaftsminister Özdemir (Grüne) anstrebt, ist nicht zu realisieren, da dies neuer Regelungen durch Brüssel bedarf. Zu langsam und zu bürokratisch erfolgt die Bewilligung der Mittel aus den Hilfsprogrammen von 120 Mill. € zumal die Kriterien bislang keine faire Verteilung des Geldes garantieren. Nicht zuletzt wärmen sich Spekulanten die Hände an Defiziten wie Dünger, den ohnehin mäßig entwickelten Wettbewerb und die Sanktionen gegen Russland und Weißrussland und deren Lieferungen nutzend. Wie das Portal „agarheute“ berichtet, steigt bei den Produzenten und Händlern der Profit. US-Hersteller hätten die höchsten Quartalsgewinne seit Jahren verbucht.

Fazit: Es bedarf dringender Verhandlungen zum Ende der Kämpfe, auf Lösungen fixierter Verhandlungen für den Frieden und die Sicherheit aller Beteiligten mit Verträgen, die das Leben der Menschen garantieren. Die von Josep Borell, Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, proklamierte Lösung „auf dem Schlachtfeld“ steht dem diametral entgegen.

 

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