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Machtpolitik und Doppelmoral

30.​04.​2026

Der 1. Mai der "Tag der Arbeit", als Kampftag möge Anlass sein zu erinnern was Franz Josef Strauß in vergangener Zeit, die man nicht wiederholen kann, formulierte: „Ein Land funktioniert nur, wenn das eigene Volk nicht Nebensache ist“. 

Wahllos herausgegriffene Fakten belegen, dass zur Zeit in Deutschland nicht so gehandelt wird und wir immer mehr in eine gefühlte und existierende Schieflage geraten. 

Fakt eins: Die Zahl der Schulabgänger ohne berufliche Reife lag in Brandenburg Ende des Schuljahres 2019/2020 bei 1.134 Schülern. Zum Ende des Schuljahres 2023/2024 hatten 1.897 von 24.643 Schulabgängern keinen Abschluss – dies ist die aktuellste Zahl. Der Anteil stieg damit von 5,2 auf 7,7 Prozent.

Fakt zwei: Der Ton wird rauer. Wir Deutsche empfinden den Umgangston im Alltag als zunehmend unfreundlich. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Sprachlernplattform Babbel gaben 59 Prozent der Befragten an, den Umgangston als rauer zu empfinden als noch vor fünf Jahren. Dabei sind Jung und Alt geteilter Meinung.

Fakt drei: Die Pleitewelle erfasst das Handwerk. Im vergangenen Jahr sind so viele Handwerksbetriebe pleitegegangen wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Die Zahl der Insolvenzen stieg 2025 im Vergleich zu 2024 um 13,3 Prozent auf 4.950. 

Fakt vier: Der Kulturbeauftragte Weimar stoppt den Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek am Standort Leipzig. Unsere große Kulturnation Deutschland kann oder will sich keine 100 Millionen Euro für eine der wichtigsten Kultureinrichtungen des Landes leisten, die das gesamte deutschsprachige Schrifttum des In- und Auslandes sammelt. 

Fakt fünf: Die Welt braucht keine Deals, sondern Frieden. Bundeskanzler Merz rühmt dagegen in seiner jüngsten Regierungserklärung die „Sprache der Macht“, wenn es nunmehr trotz Krisenerscheinungen um eine „regelbasierte Ordnung“ geht. Der Außenminister Wadephul präzisiert diese Forderung: „Wir müssen uns nicht gegen, sondern mit den USA verteidigen, und zwar gegen Russland.“ Unbestritten befinden sich Deutschland, die EU und die Nato in US-Abhängigkeit. 

Fakt sechs: Die Geschichte von Aggressionen ist lang: Korea, Vietnam, Panama, Afghanistan, Irak, Iran, Jemen, Syrien, Nigeria. Trumps Drohungen richten sich zudem gegen Kanada, Mexiko und Grönland. Im Fokus stehen zudem Kolumbien und Kuba, wo Außenminister Marco Rubio die Regierung stürzen will. Wer kann der US-Außenpolitik und der Verletzung des Völkerrechts Einhalt gebieten?

Fakt sieben: Die USA unterhalten weltweit über 200 Stützpunkte. Als Beispiel möge Italien stehen. Italien ist wegen seiner Lage im Mittelmeer und seiner Nähe zum Nahen Osten strategisch wichtig für Nato und USA. Davon zeugen gleich acht große US-Stützpunkte sowie rund hundert kleine, wovon 20 als geheim eingestuft sind. Auf Camp Darby in der Toskana befindet sich wiederum das größte amerikanische Waffendepot in Europa, während auf dem lombardischen Militärflughafen Nuklearsprengköpfe lagern. In den Häfen liegen 40 Kriegsschiffe vor Anker und auf den Militärflughäfen stehen 175 Maschinen bereit. 34.000 US-Soldaten sind in Italien stationiert.

Fakt acht: Weltweit sind nach einem Bericht der Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) heute knapp 10.000 Atomwaffen einsatzbereit, die zusammen eine Sprengkraft wie 135.000 Hiroshima-Bomben haben. Über Hiroshima warfen die USA am 6. August 1945 erstmals eine Atombombe ab. Dadurch kamen mehr als 140.000 Menschen um. Drei Tage später taten sie es noch einmal über Nagasaki. Dieser Terrorakt forderte innerhalb von vier Monaten 74.000 Opfer. Die Menschheit braucht keine Atombomben.

Fakt neun: Vor dem Normalbürger stehen in naher Zukunft grassierende Inflation, zunehmende Arbeitslosigkeit sowie kommunale Staatsverschuldung. Das könnte mit dem Geld der Weiterfinanzierung des Krieges in der Ukraine und der Aufrüstung der Bundeswehr abgefangen werden. 

Das Resümee: Wenden wir uns gegen Machtmissbrauch, Doppelmoral und schleichende Krise. Setzen wir uns für Frieden, Beendigung aller Kriege und eine Politik für die Menschen ein.

 

Ihr Re (h) Auge

 

 

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