(RD) Gestern, am 11. September 2026 fand auf Einladung der LIGA der freien Wohlfahrtspflege eine Fachveranstaltung zum Thema „Wohnungslosigkeit im ländlichen Raum“ in der Stadtkirche Müncheberg statt.
In den Vorträgen, Gedankenaustauschen und Gesprächen wurde die Lage als sehr differenziert dargestellt, aber übereinstimmend festgestellt, dass es „Zeit zum Handeln“ sei.
Alle Partner machen viel, vielen Menschen kann geholfen werden und es wird sehr viel Geld eingesetzt. Teilweise fehlt eine wirkliche Statistik zur Lage. Die Zahl mit fast oder rund 5000 Menschen ohne Wohnung in Brandenburg, darunter 1.040 Minderjährige in Notunterkünften ist aufschreckend genug, wobei die Dunkelziffer als wesentlich höher eingeschätzt wird. Aus Rehfelde sind es zum Beispiel zwei ehemalige Bürger, die in Garzau untergebracht sind. Das liegt unter dem Durchschnitt von 1.8 untergebrachte Menschen je 1000 Einwohner. Sehr unterschiedlich ist die Bereitstellung von erforderlichen Wohnungen. Insgesamt fehlen diese auch im ländlichen Raum.
Die größten Hemmnisse liegen in der Zersplitterung durch sehr viele unterschiedliche Zuständigkeiten, den Mangel an steter Kommunikation und Zusammenarbeit. Es fehlen Anlaufpunkte, die dann eine Klärung koordinieren sowie in der Vielfalt von Verordnungen helfen und in zuständige Ämter vermitteln
Es hilft nur: Bürger helfen Bürger und Ämter helfen Bürger um stets individuelle schnelle Lösungen zu finden. Dabei würde eine noch bessere Vernetzung zu kurzen Wegen für Hilfen sorgen. In Rehfelde scheinen neue Wohnungen für alle Altersgruppen erforderlich.
Bild zur Meldung: Tag der wohnungslosen Menschen