Umfragen kann und sollte man nicht allzu ernst nehmen und als verbindlich und die absolute Wahrheit betrachten. So auch diese von Forsa für den letzten Brandenburg-Monitor, bei dem nur 1.088 Brandenburger ab 14 Jahren befragt wurden.
Es lohnt sich trotzdem über einige der Aussagen nachzudenken.
81% haben ein schlechteres Sicherheitsgefühl als vor 5 Jahren. Die tägliche Berichterstattung zeigt Wirkung, denn immerhin äußern 45%, dass diese von Russland, der Weltlage und unberechenbarer Machthaber ausgeht. Daraus folgt logisch, dass angeblich 65% für den Ausbau der Bundeswehr und 66% für die Ansiedlung von Rüstungsbetrieben sind.
Anderseits ist die Zahl der Kriegsdienstverweigerungen mit 12.102 bis August 2026 wesentlich angestiegen.
Nur 30% machen sich Sorgen um die Demokratie im Lande und weitere 59% vor Katastrophen. Beunruhigend die Tatsache, dass drei Viertel an der Handlungsfähigkeit des Staates zweifeln.
Verwunderlich ist, dass angeblich 87% der Brandenburger mit ihrem Leben zufrieden sind und 81% erklären eine gute oder sehr gute finanzielle Lage zu haben.
Dem widersprechen Tatsachen und Fakten. So zum Beispiel der Anstieg von Depressionen oder Angstzuständen seit 10 Jahren um 42%, bei den AOK – Versicherten in Brandenburg sogar um 54%. So waren 100 AOK-Versicherte 2025 493 Tage krank, d.h. im Durchschnitt 28 Tage.
Die Firmenpleiten, allein 2373 im Juli, verzeichnen eine Steigerung um 8% gegenüber dem Vorjahr. Alle 19 Minuten geht ein Unternehmen in der Bundesrepublik pleite.
Zunehmende Gewalt ist ein weiteres Indiz. So waren 1.630 Beschäftigte der Bahn Opfer von Straftaten, davon 175 gefährlich verletzt. Pro Tag werden im Durchschnitt 5,5 Betroffene körperlich angegriffen.
Die angekündigte Wachstumsprognose wurde auf 1,3 % angenommen. Allerdings wird das Meiste vom Staat finanziert, vor allem in die Rüstungsindustrie. Unsummen gehen an die Ukraine, aktuell erneut 2,86 Milliarden € und dies zu Lasten von Gesundheit, Pflege, Bildung, kommunale Infrastruktur u. a. in Deutschland.
Sehr fragwürdig erscheint mir die Rechnung zur Armut und Reichtum. Ein Ehepaar ist unter 2.180,00 € Netto arm und im Mittelstand bei 5.440,00 € und erst über 9.070,00 € reich. Singel sind alle unter 1.450,00 € arm und erst über 6.050,00 € reich.
Möge jeder selbst prüfen, wie arm oder reich er ist und was er sich für sein Geld leisten kann. Bitte dabei die bereits jetzt vom Statistischen Bundesamt angekündigte Steigerung der Inflation von 3,3%, deren Hauptursachen Energie mit 14.9% und Kraftstoffe sowie Heizöl mit 37% sind, beachten.
Ihr Re(h) Auge