Eingeladen hatte die „Dorfbewegung Brandenburg, Netzwerk Lebendige Dörfer e.V.“ in die Heimvolksschule am Seddiner See. Nach der Begrüßung durch den Vorstand, dem Grußwort von Frau Dr. Gruhn (Vizepräsidentin des Brandenburger Landtages) und einer Video-Botschaft der Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Frau Elisabeth Kaiser, begann der Dialog im großen Plenum. Interessante Fragen an Praktiker vor Ort, deren Antworten gaben ein umfangreiches Bild der Lage und möglicher Lösungen für die Lebensqualität und die Daseinsvorsorge in den Dörfern.
Dann ging es in die Fachausschüsse zur Diskussion über eine Deklaration vom Seddiner See an das Landesparlament und die Landesregierung. In den Ausschüssen
Lebendige Demokratie auf dem Lande. Was ist jetzt zu tun?
Begegnungsorte im Dorf. Was brauchen wir vor Ort?
Erneuerbare Energien. Wie profitieren die Dörfer davon?
Engagierte junge Menschen in ländlichen Räumen. Wie können sie sich besser einbringen?
Gesund altern. Wie geht das auf dem Lande?
Im Ausschuss Erneuerbare Energien konnte sich die „Rehfelde EigenEnergie eG“ als Beispiel für die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zum Nutzen der Menschen in den Dörfern und Wohngebiete vorstellen.
Gleichwohl interessierte ich mit als Ortvorsteher von Zinndorf und Gemeindevertreter auch für alle anderen Themen.
Besonders wichtig fand ich die Diskussion zum Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft, Bedeutung des Ehrenamtes, Rolle von Vereinen und Feuerwehren in den Dörfern, Schaffung von Begegnungsstätten und Gemeinschaftshäuser sowie damit verbundener Sozialschutzräume und der finanziellen Ausstattung über die Ortsteilbudgets. In diesem Zusammenhang wird auf die Unterstützung der Jugend im Dorf verwiesen.
Bei den Erneuerbaren fordern die Meisten von der Landesregierung bessere Regelungen für die Sonderabgaben (Wind- und Solareuro), konsequentere Lösungen für die Ausgleichsmaßnahmen in den betroffenen Dörfern, praktikable Rahmenbedingungen für Regionalstromtarife und Energy Sharing sowie Kommunalkredite im Bereich Energieeffizienz und Ausbau Erneuerbarer Energien. Persönlich habe ich erneut unterstrichen, dass die betroffenen Einwohner in den anliegenden Dörfern und die Dorfgemeinschaften ihre Vorteile durch günstigere Strompreise und den Einsatz der zu zahlenden Sonderabgaben haben müssten.
Gesund altern bedeutet auch in der Gemeinde Rehfelde endlich Projekte des betreuten Wohnens, der Pflege, ärztlicher Betreuung, Gemeindeschwestern, Altenhilfe und Erwachsenenbildung zu sichern
Ziel der Dorfbewegung Brandenburg ist, ich zitiere aus der Deklaration:
Seit 2015 setzt sich die Dorfbewegung Brandeburg – Netzwerk Lebendige Dörfer e.>V. für die Belange der Dörfer in Brandenburg ein. Mit ihren Dialogformaten trägt sie zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen Dorfakteuern, Politik und Fachöffentlichkeit bei.
Mit dem Parlament der Dörfer hat die Dorfbewegung Brandenburg ein in Deutschland einzigartiges Dialogformat etabliert, in dem die Belange der Dorfbevölkerung mit der Politik und der Fachöffentlichkeit auf Augenhöhe diskutiert werden können. Ziel ist es, den Stimmen der Dörfer mehr Gehör im politischen Raum zu verschaffen und über den Dialog nötige Entwicklungsimpulse anzustoßen.
Kümmern wir uns gemeinsam um unsere Dörfer Rehfelde Dorf, Werder und Zinndorf sowie die Wohngebiete in dem Siedlungsgebiet Rehfelde.
Reiner Donath
Bild zur Meldung: Das war das 3. Parlament der Dörfer