Ein breites Bündnis von Vereinen, Initiativgruppen und den Parteien von BSW, LINKE und DKP riefen zu den beiden zeitgleichen Friedenskundgebungen auf. Leider kamen viel zu wenige Menschen. In Berlin schätzte man ca. 20.000 und in Stuttgart 15.000 Personen.
An der Friedenskundgebung in Berlin an der auch ich und andere Mitglieder des Friedenskreises MOL teilnahmen, waren viele Fahnen von SDAJ, BSW und DKP zu sehen. LINKE-Fahnen sah ich leider nicht. Da stell ich mir dann die Frage, wo waren denn die Jugendlichen aus dem studentischen und migrantischen Milieu, die nach vor einer Woche die LINKE zu einem großen Wahlerfolg mitverholfen haben?
Die Reden auf der Kundgebung waren alle eindeutig und riefen zu Abrüstung und die Beendigung kriegerischer Konflikte mit diplomatischen Mitteln auf. Der deutschen Kriegshysterie wurde entschieden widersprochen.
Eindrucksvoll waren für mich vor allem die Reden einer 17-jähireg Aktivistin zum Projekt „ Schulstreik gegen Wehrpflicht“ und die Rede des BSW-Bundesvorstandsmitgliedes Christian Leye, der deutlich sagte, dass wir im Friedenskampf auf der Straße noch stärker werden müssen und dabei der Kampf um Frieden untrennbar mit dem Kampf für soziale Gerechtigkeit verbunden werden muss. Hier müssen vor allem die Gewerkschaften sich endlich klar positionieren und mitmachen.
Den gegenwärtigen Regierungskurs zur stetigen Aufrüstung und Vernachlässigung diplomatischer Aktivitäten für die Friedensicherung wurde klar die rote Karte gezeigt. Aber ebenso wurde hervorgehoben, dass eine AfD diesen Rüstungswahnsinn zu jeder Zeit mitgetragen hat und bei einer Machtergreifung auch für ihre Politik ausnützen wird.
Ich erinnere erneut an die Worte von Willy Brandt „Ohne Frieden ist Alles nichts“
Carsten Kopprasch
Bild zur Meldung: Friedensdemonstrationen in Berlin und Stuttgart am 03.10.2026