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Nawalny und Nord Stream 2

13. 09. 2020

Seit Wochen höre ich immer wieder unlogische, aus meiner Sicht völlig falsche Argumente von bestimmten Personen aus unterschiedlichen Staaten und politischen Richtungen, dass Nord Stream 2 beendet werden müsste.

Nun muss der Giftanschlag auf Herrn Nawalny, für den es laut Trump noch nicht einmal Beweise gibt, dafür herhalten. Sollte es sich tatsächlich um einen Anschlag handeln, so ist dieser schonungslos und vollständig aufzuklären. Vielen Politikern und Medien scheint das aber gar nicht notwendig. Sie meinen auch ohne Untersuchung und eindeutige Beweise sowie mit Verweis auf vorangegangene, nicht geklärte Vorfälle den Schuldigen im Kreml zu wissen. Sanktionen gegen Russland waren schon in der Abstimmung noch bevor Nawalny ins Koma fiel.  Gut, dass es auch Politiker gibt, die anders denken und handeln.

Wenn ich mich an solchen Verschwörungstheorien beteiligen darf, stelle ich die Frage: Kann nicht jede einflussreiche Person im Interesse der Macht oder des wirtschaftlichen Vorteils diesen Vorfall ausgelöst haben? Welcher Geheimdienst, welche kriminelle Organisation oder welcher Clan wäre dazu nicht in der Lage? Die Herstellung des Nervenkriegskampfgases soll nach Aussagen von Wissenschaftlern nicht kompliziert sein. Als Fan von 007 und anderer Agententriller stelle ich mir einen durchgeknallten Despoten vor, der Russland und Europa gegeneinander ausspielen will und die uneingeschränkte Weltherrschaft anstrebt.

Für mich bleibt die altbekannte Frage:

Wem nützt dieser Giftanschlag? Für mein Gefühl und abgeleitet aus der gegenwärtigen Weltlage, am wenigsten Herrn Putin. Er nützt denen, die eine vorteilhafte Zusammenarbeit mit Russland verhindern wollen. Er nützt jenen, die auf die Beendigung des Dialogs und auf Konfrontation setzen, die sich in ihrer Russlandphobie verrannt haben und in Moskau den ständigen „Lieblingsfeind“ sehen, jenen, die die Muskeln spielen lassen und das Fell des russischen Bären verteilen möchten, bevor dieser erlegt ist.  Zu ihnen zählt leider auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Herr Röttgen. Es trifft der Spruch von Henry Barbusse voll zu: „Was nicht auf Wahrheit aufgebaut ist, kann sich (auf Dauer) nur durch Gewalt und Tücke aufrecht halten.“

Gut, dass die Linken die Lage differenzierter betrachten. Doch fehlt mir auch bei ihnen ein einheitlicher, klarer und der Meinung der Grünen und der FDP widersprechender Standpunkt.  

Würde nun Nord Stream 2 wirklich auf Eis gelegt, stellt sich erneut die Frage:

Wem nützt das? Nicht uns in Deutschland, nicht den Staaten in Europa und schon gar nicht den Menschen in Russland. Daher auch die mahnenden Worte der deutschen Wirtschaft, die vor einer dauerhaften Belastung der Beziehungen durch diesen Vorfall warnt. Daher auch die Vernunft von Politikern der Linken, der CDU und insbesondere der CSU sowie von Ministerpräsidenten, die diesen Standpunkt teilen. Nord Stream 2 beenden wäre ein Vertragsbruch und wirtschaftliches Verbrechen an der Vergangenheit und ein menschliches Versagen bei der Gestaltung der Zukunft. Gleichwohl eine teure Drohung, die Milliarden kosten könnte und nur anderen Staaten, die durch „Baltic Pipe“ auf Gas aus Norwegen und auf amerikanisches Fracking Gas setzen, nützen würde.

Einen Kalten Krieg 2.0 darf es nicht geben und der schleichende, verdeckte seit 1990 muss beendet werden. Nur so kann man den Frieden sichern, so wie es in den Reden zum Weltfriedenstag am 01. September gefordert wurde.

 

Ihr Re(h)Auge

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Nawalny und Nord Stream 2

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(Gerald Dunkl)

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